Jedes Jahr besuchen unsere Schülerinnen und Schüler der oberen Jahrgänge die große Ausbildungs- und Studienmesse. In diesem Jahr fehlte allerdings der 10. Jahrgang, der just in dieser Woche auf Klassenfahrt ist. Gut vorbereitet waren unsere Acht- und Neuntklässler trotzdem, denn der Messebesuch war zuvor im Unterricht besprochen worden. So ging es nicht einfach nur darum, durch die Stadthalle zu schlendern und möglichst viele Kugelschreiber oder andere Give-Aways einzusammeln. Die Schülerinnen und Schüler wussten, worauf sie achten sollten, welche Informationen für ihre eigene berufliche Zukunft wichtig sind und dass sich hinter den zahlreichen Messeständen möglicherweise ein interessanter Praktikums- oder Ausbildungsplatz verbirgt.
Und davon gab es reichlich: 79 Betriebe und Institutionen präsentierten ihre Angebote und stellten insgesamt weit über 100 Ausbildungsplätze und (duale) Studiengänge vor. Damit bot die AAA Werl den Jugendlichen eine hervorragende Gelegenheit, ganz unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und erste Kontakte zu Unternehmen und Einrichtungen aus der Region zu knüpfen.
Dabei blieb es keineswegs bei trockenen Informationen und langen Gesprächen. An vielen Ständen durfte selbst Hand angelegt und ausprobiert werden. Wer wollte, konnte beispielsweise einen Mini-Bagger steuern und versuchen, Pakete möglichst geschickt in ein Mini-Hochregal zu bugsieren. Auch das Fahrerhaus eines elektrisch betriebenen LKW stieß auf reges Interesse. Wer es etwas medizinischer mochte, konnte sich auch den Blutdruck messen lassen.
So wurde schnell deutlich: Die AAA Werl ist weit mehr als eine Ausstellung, bei der Unternehmen ihre Ausbildungsberufe vorstellen. Sie ist eine Chance für Jugendliche, sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen und eigene Interessen zu entdecken. Gerade persönliche Gespräche mit Ausbilderinnen und Ausbildern oder aktuellen Auszubildenden können dabei wertvolle Eindrücke vermitteln, die kein Arbeitsblatt und keine Internetseite ersetzen kann.
Für unsere Schülerinnen und Schüler war der Vormittag deshalb eine gute Gelegenheit, sich umzuschauen, Fragen zu stellen, Neues auszuprobieren – und vielleicht sogar den ersten Schritt in Richtung Praktikum, Ausbildung oder duales Studium zu machen.
Denn die Zukunft beginnt bekanntlich nicht erst nach dem Schulabschluss. Manchmal beginnt sie mit einem Gespräch an einem Messestand – oder mit einer Runde im Mini-Bagger.
























